Die Feuer Energie
Lebensfeuer bedeutet Lachen, Leidenschaft und Lebensfreude.
Das Feuer ist das Grosse Yang. Die Energie breitet sich aus in alle Richtungen, es brennt und lodert und wird immer grösser und heller und heisser.
Im Sommer wird es heiss und hell und leidenschaftlich und laut. Wir sind draussen auf den Strassen, wenn möglich bis in die Nächte. Und wir feiern das Leben. Im Sommer ist die Zeit der Openairs, der Gartenpartys. Wir sind mehr draussen als drinnen. Es sei denn es wird zu heiss, dann flüchten wir in den Schatten.
Alles das gilt im übertragenen Sinn für unser Leben. Wir sind Teil der Natur auf diesem Planeten. Und wie im Sommer sich die Energie und Lebenskraft in alle Richtungen ausdehnt, macht das auch der Mensch. Er dehnt sich aus, wird offen und ist auf der Suche nach Kontakt. Anders als im Winter, wenn wir eher den Rückzug nach innen suchen.
Wir zeigen uns viel mehr im Sommer. Kurze Hosen, kurze Ärmel und dadurch viel nackte Haut. Und damit kommt das grosse Thema Scham mit auf die Bühne, denn wir werden öffentlich…So befinden wir uns in einem Zwiespalt. Wir sehen uns nach Kontakt und Nähe und gleichzeitig haben wir Angst davor.
Das Feuer in uns aber will tanzen auf der Bühne des Lebens. Das Feuer will gesehen werden. Das bedeutet Verletzlichkeit und sich entblößen.
Dieses sich Öffnen und Schliessen begegnet uns auch in der Natur um uns. Es ist “normal”, es gehört zum Leben.
Der Funke
Das Feuer braucht, um brennen zu können, den Kontakt zu den anderen Menschen. Es will, dass der Funke springt…
Menschen, die sehr viel Feuer haben, lieben es in der Menge zu baden. Und es geht nicht darum die besten zu sein oder bestimmen zu können. Es geht um die Verschmelzung. Zu erleben wie die eigene Begeisterung ansteckt. Es geht darum andere glücklich zu machen. Mit ihnen zu tanzen.
Ein Feuer Mensch wird alles was er tut mit Leidenschaft und Freude tun wollen. ER oder SIE wird das Haus leidenschaftlich putzen, am besten mit Musik in den Ohren und wie ein Feuertanz durch alle Ecken fegen. Mit dieser Energie wird das Leben schön. Es wird bunt und fröhlich und leicht. Ganz genau wie die Natur im Sommer.
Rot ist die Farbe des Feuers
Die Farbe der Liebe, der Leidenschaft, die Farbe des Bluts und des Herzens. Rot ist etwas das einem nicht egal ist. Es fällt auf und das will es auch. Und auch da sind wir wieder in dem Geist des Feuer Elements. Es ist aber auch laut und erschreckend. Schrill und störend. Zu viel Feuer ist erschöpfend. Und darum braucht Feuer das Wasser.
Der Sommer braucht Regen und Schatten. Und der Mensch braucht Ruhe und Stille.
Und das ist das kleine Yin im grossen Yang.
Bitter
Der Geschmack des Feuers ist bitter. Das ist unerwartet nicht wahr? Ich hätte gedacht vielleicht die süsse Versuchung oder die feurige Schärfe..
Aber es ist der Wermutstropfen, der ins Feuer gehört. Der traurige Gedanke der in unser Herz schleicht, dann wenn es gerade am schönsten ist. Die Wehmut und die Erinnerung, dass auch dieser Moment nicht ewig anhalten wird.
Die Bitterkeit macht das Feuer wahr, es holt uns wieder zurück in die Realität, dann wenn wir in der Gefahr sind völlig abzuheben.
Das Analogie System und der chinesische Kaiserpalast:
Die vier Meridiane des Feuers
Es gibt es in der Chinesischen Medizin die Analogie des Kaiserpalastes, der tatsächlich bis ins Detail nach dem Modell der 5 Wandlungsphasen, bzw. der Feuer Meridiane entsprechend erbaut wurde.
Geordnet nach Norden und Süden, Yin und Yang, Innen und Aussen, gerade und ungerade Zahlen….
Der innerste Bereich, die privaten Räume entspricht dem Herz. Dort wohnte der Kaiser und niemand ausser die engsten Vertrauten hatten Zutritt.
Der Vorhof der privaten Gemächer, der Bereich des Mundschenks oder Bodyguards oder inneren Palastwache des Kaisers ist der Pericard.
Die Eingangsbereiche, wo die Waren und einfach alles von aussen erstmal hineinkam, entsprechen mit dem Innenminister dem Dünndarm.
Die äussere Mauer mit den Bogenschützen, der äusseren Palastwache entspricht dem SanJiao
Das Herz ist der Kaiser
Das Organ des Feuers ist das Herz. Und es ist der Kaiser. Es sitzt auf den Thron und macht eigentlich NICHTS…
Es lässt sich bedienen. Und ja doch etwas macht es, es bestimmt.
Und es will alles bestimmen, es reagiert unser Leben. Und das weil das Herz unser Selbst symbolisiert. Es ist das Innerste von dir. Ein sehr weicher und verletzlicher Kern und gleichzeitig unglaublich mächtig und Stark. Dort pulsiert im wahrsten Sinn des Wortes unser Leben. Und das Herz weiss was du willst, was du brauchst. Es kennt die geheimsten Sehnsüchte und Wünsche. Es versteht dich und es liebt dich!
Der Pericard ist der Bodyguard des Herzens
Es ist die Herzfaszie, ein super starkes und kompaktes Gewebe. Mit dem Pericard ist das Herz in unserer Brust aufgehängt, tatsächlich wie in einem Beutel. Umgeben von der Pericard Flüssigkeit kann es sanft in alle Richtungen schwingen und gleiten. Es kann eigentlich richtiggehend tanzen und einem gesunden Herzen macht das überhaupt keine Mühe.
Der Dünndarm Meridian ist der Minister des Herzens
Wie der Innenminister im alten Kaiserpalast ins China entscheidet wer zum Kaiser in die inneren Gemächer des Palastes darf, arbeitet unser Organ Dünndarm. es sortiert aus und es integriert. Verarbeiten und in unser Leben einbauen, die schönen und die traurigen Kapitel des Lebens. Wir brauchen beides.
Der San Jiao oder Dreifache Erwärmer ist die Palastwache
Wie im chinesischen Palast auf der äußersten Mauer die Bogenschützen den gesamten kaiserlichen Hof beschützten, so hat der SanJiao die Aufgabe unseren Körper nach aussen zu beschützen.
Der Schutz unseres Organismus nach aussen gegen Kälte, Hitze, Viren und Bakterien, Veränderungen jeder Art wie den Wechsel der Jahreszeiten, Tag und Nacht, Umzüge oder grosse Übergänge wie Pubertät und Wechseljahre. Alle grossen emotionalen Schwankungen die im Aussen verursacht werden wie tiefe Trauer oder leidenschaftliche Liebe sind Aufgabe des San Jiao.
Der brennende Topf
Das Wort SanJiao bedeutet auf deutsch “drei die brennen” und es kommt von dem Bild des Reistopfs über dem Feuer.
In der chinesischen Medizin sieht man den Körper wie ein gewaltiges Feuer das lodert. Energie, die verbraucht wird, die etwas bewegt und die genährt werden muss, um nicht zu verlöschen.
Es sind die drei grossen Diaphragmen im Rumpf, die diese Aufteilung machen.
Die Ursprungsenergie ist im untersten Erwärmer, dem Feuer des Topfes. Unter dem Diaphragma das den Bauch von Nieren, Blase und Geschlechtsorganen befindet sich das Ursprung KI.
Der mittlere Erwärmer ist im Bauch, das ist der Reis und so das Nahrungs KI
Oberhalb des Zwerchfells befindet sich der obere Erwärmer mit den Organen Lunge und Herz. Das ist der Dampf der aufsteigt, das KI aus der Atmung.
Der SanJiao, der einzige Meridian ohne Organ?
Heute glauben wir, dass das Interstitium oder die Faszien eine Entsprechung im Körper zu dem SanJiao sein könnten. Diese Netzwerke im Körper ähneln dem Bild aus dem All von dem Lichtermeer in unserer Welt, hier Nordamerika.
Dort wo Licht ist, ist auch Leben. Dort sind Stationen dort bewegt sich etwas. Dort sind Verkehrsachsen. Genauso ist es in unserem Körper. Denn im Interstitium fliessen alle Flüssigkeiten und verbinden den Körper von oben bis unten in alle Richtungen.
In der Wandlungsphase des Feuers geht es um den Kontakt nach aussen und innen.
Der Kontakt zu den Menschen um mich. Und der Kontakt zu dem wichtigsten Menschen überhaupt…
Zu mir selbst